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Geruchssinn nach Nasenoperation: Was Sie wissen müssen

Vor einem chirurgischen Eingriff an der Nase machen sich viele Patientinnen und Patienten Gedanken über mögliche Veränderungen des Riechvermögens. Diese Sorge ist verständlich, denn der Geruchssinn kann nach einer Nasen-OP zunächst deutlich eingeschränkt sein. In den ersten Tagen berichten Betroffene häufig über ein vermindertes oder sogar vollständig ausgefallenes Geruchsempfinden.

 

Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse aus dem Jahr 2026 fasste 102 Studien mit insgesamt 16.072 Patientinnen und Patienten zusammen. Über alle untersuchten Nasenoperationen hinweg verbesserten sich die Riechwerte nach der Operation im Durchschnitt. Gleichzeitig wurde bei 2,7 % der Patientinnen und Patienten eine neu aufgetretene Hyposmie, also eine Verminderung des Riechvermögens, festgestellt. Nach einer Septoplastik lag dieser Wert ebenfalls bei 2,7 %, nach einer Septorhinoplastik bei 2,6 %. Diese Zahlen beziehen sich auf eine messbare Verschlechterung des Riechvermögens und dürfen nicht mit einem dauerhaften vollständigen Verlust des Geruchssinns gleichgesetzt werden.

 

Langfristige Beeinträchtigungen sind äußerst selten. Eine Auswertung von über 1.000 Rhinoplastik-Fällen zeigt, dass weniger als ein Prozent der Patient:innen anhaltende Einschränkungen des Geruchssinns erlebten. In den meisten Fällen verbessert sich der Geruchssinn nach einer Nasen-OP sogar, wenn zuvor bestehende anatomische Engstellen, wie eine schiefe Nasenscheidewand, korrigiert wurden.

 

Wenn Sie sich also vor einem Geruchsverlust fürchten: Ja, diese Einschränkung ist zwar häufig, aber in der Regel temporär und behandelbar. In den nächsten Abschnitten erfahren Sie, warum es zum Riechverlust kommt, wie lange er anhält und was Sie aktiv zur Genesung beitragen können. 

 

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ein eingeschränkter Geruchssinn nach einer Nasenoperation entsteht häufig durch Schwellungen, Sekret, Verkrustungen oder vorübergehend eingeschränkten Luftstrom zur Riechschleimhaut.
  • Wie lange die Einschränkung anhält, lässt sich nicht für alle Patientinnen und Patienten mit einer festen Anzahl an Wochen angeben. Entscheidend sind Operationsart und individueller Heilungsverlauf.
  • Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2026 mit 16.072 Patientinnen und Patienten fand eine neu aufgetretene Hyposmie nach Nasenoperationen bei 2,7 % der untersuchten Personen.
  • Eine verminderte Wahrnehmung von Aromen beim Essen bedeutet nicht automatisch, dass der eigentliche Geschmackssinn geschädigt ist. Häufig ist die retronasale Geruchswahrnehmung vorübergehend eingeschränkt.
  • Ein unangenehmer Geruch in der Nase kann während der Wundheilung durch Blutreste, Sekret oder Verkrustungen entstehen. Ein zunehmend übelriechender oder eitriger Ausfluss zusammen mit Schmerzen, stärker werdender Verstopfung oder Fieber sollte dagegen ärztlich abgeklärt werden.
  • Hyposmie, Anosmie, Parosmie, Phantosmie und eine sogenannte Ozaena sind unterschiedliche Krankheitsbilder beziehungsweise Symptome und sollten nicht miteinander gleichgesetzt werden.

Warum tritt der Geruchsverlust auf?

Dabei schwillt die Schleimhaut an und produziert vermehrt Sekret. Zusätzlich können Blutreste und Verkrustungen die ohnehin verengten Nasengänge weiter blockieren. Entscheidend für das Riechen ist insbesondere die sogenannte Riechspalte im oberen Bereich der Nasenhöhle. Gelangen aufgrund der Schwellung weniger Duftmoleküle in diesen Bereich, kann das Riechvermögen deutlich reduziert sein, obwohl die eigentlichen Riechzellen nicht geschädigt wurden.

Die Stärke dieser vorübergehenden Einschränkung unterscheidet sich erheblich zwischen einzelnen Patientinnen und Patienten. Deshalb ist eine pauschale Prozentangabe für die ersten Tage nach einer Nasenoperation wenig aussagekräftig. Aktuelle Forschungsdaten zeigen vielmehr, dass sich das Riechvermögen nach Nasenoperationen insgesamt häufiger verbessert als verschlechtert. Eine 2026 veröffentlichte Metaanalyse dokumentierte eine neu aufgetretene Hyposmie bei 2,7 % der untersuchten Patientinnen und Patienten.

 

Hinzu kommt, dass nach vielen Nasenoperationen Tamponaden, Silikonschienen oder andere Stützelemente eingesetzt werden, um Blutungen zu verhindern und die Heilung zu stabilisieren. Diese Materialien blockieren jedoch temporär den Luftstrom und damit auch den Zugang der Duftstoffe zur Riechschleimhaut. Sobald diese entfernt sind – in der Regel nach fünf bis sieben Tagen – kann sich der Geruchssinn nach Nasen OP langsam erholen.

 

In selteneren Fällen kann der Eingriff zu einer Irritation oder leichten Schädigung der Riechnerven führen. Besonders der Nervus olfactorius, der für die Wahrnehmung von Gerüchen zuständig ist, ist empfindlich. Eine dauerhafte Schädigung ist jedoch extrem selten – in der Fachliteratur wird das Risiko mit unter 0,5 % angegeben (Schriever et al., 2020). Meist handelt es sich lediglich um eine vorübergehende Reizreaktion, die sich mit der Gewebeheilung zurückbildet.

 

Auch Infektionen oder ausgeprägte Verkrustungen im Wundbereich können zu Geruchsveränderungen führen. Diese können eine bakterielle Besiedlung begünstigen, die wiederum unangenehme Gerüche auslöst. Dabei handelt es sich nicht um den eigentlichen Geruchsverlust, sondern um eine Veränderung der Luft, die Sie wahrnehmen. Eine sogenannte Ozaena – eine chronische, übelriechende Entzündung – ist extrem selten, kann aber auftreten, wenn die Nasenschleimhäute nicht richtig regenerieren oder unsachgemäß gereinigt werden. Regelmäßige Spülungen und eine gute Nachsorge helfen, solchen Komplikationen vorzubeugen. 

 

Insgesamt gilt: Die Gründe für den eingeschränkten Geruchssinn nach Nasen OP sind meist harmlos und vorübergehend. In Kombination mit der richtigen Pflege und ärztlicher Kontrolle kann der Riechverlust in den allermeisten Fällen vollständig rückgängig gemacht werden.

Geruchsverlust, Parosmie oder schlechter Geruch?

Nicht jede Geruchsveränderung nach einer Nasen-OP ist ein Geruchsverlust.

Patientinnen und Patienten beschreiben Veränderungen des Geruchssinns nach einer Nasenoperation sehr unterschiedlich. Medizinisch ist es wichtig zu unterscheiden, ob Gerüche schwächer wahrgenommen werden, vollständig fehlen, verändert riechen oder ein Geruch wahrgenommen wird, für den keine äußere Quelle vorhanden ist.

Hyposmie

Von einer Hyposmie spricht man, wenn Gerüche noch wahrgenommen werden, aber deutlich schwächer als zuvor. Nach einer Nasenoperation kann dies beispielsweise auftreten, wenn geschwollene Schleimhäute den Luftstrom zur Riechschleimhaut einschränken.

Anosmie

Eine Anosmie bezeichnet den vollständigen Verlust des Geruchssinns. Direkt nach einer Operation kann sich die Nase aufgrund starker Schwellung oder einer Tamponade subjektiv so anfühlen, als wäre der Geruchssinn vollständig ausgefallen. Eine anhaltende Anosmie sollte jedoch ärztlich untersucht werden.

Parosmie

Bei einer Parosmie werden tatsächlich vorhandene Gerüche verändert wahrgenommen. Kaffee, Parfüm oder Lebensmittel können beispielsweise plötzlich unangenehm oder völlig anders riechen als vor der Operation.

Phantosmie

Bei einer Phantosmie wird ein Geruch wahrgenommen, obwohl keine entsprechende Geruchsquelle vorhanden ist. Betroffene berichten beispielsweise von einem verbrannten, chemischen oder fauligen Geruch, den andere Personen nicht wahrnehmen.

Unangenehmer Geruch durch Wundheilung

Davon zu unterscheiden ist ein real vorhandener Geruch durch Sekret, Blutreste oder Verkrustungen innerhalb der Nase. Hier funktioniert der Geruchssinn grundsätzlich, nimmt jedoch Gerüche wahr, die durch den Heilungsprozess in der operierten Nase entstehen.

Diese Unterscheidung ist wichtig: Ein „komischer Geruch nach der Nasen-OP“ bedeutet nicht automatisch, dass der Riechnerv geschädigt wurde.

Typische Symptome im Überblick

 

Der Geruchssinn nach Nasen OP ist bei vielen Patient:innen in den ersten Tagen oder Wochen merklich beeinträchtigt. Dabei treten häufig zwei begleitende Symptome auf: ein scheinbarer Geschmacksverlust sowie ein unangenehmer Geruch aus der Nase. Beide Erscheinungen sind in den meisten Fällen temporär und Teil des natürlichen Heilungsverlaufs.

 

Was viele nicht wissen: Der Geschmackssinn ist eng mit dem Geruchssinn verbunden. Bis zu 80 % des Geschmackserlebens hängen laut Deutschem Ärzteblatt vom Geruch ab (Quelle: ck12.org). Ist der Geruchssinn nach Nasen OPreduziert, schmecken viele Speisen plötzlich fade. Besonders bei komplexen Aromen wie Kaffee, Gewürzen oder Wein fällt das auf. Patient:innen berichten dann von einem vollständigen Geschmacksverlust, obwohl die Geschmacksrezeptoren selbst intakt sind. Mediziner sprechen in diesem Fall von einer retronasalen Riechstörung, bei der die Luft über den Rachenraum die Riechschleimhaut nicht richtig erreicht. Sobald die Schwellung zurückgeht und die Nasenatmung wieder frei ist, verbessert sich in der Regel auch das Geschmacksempfinden.

 

Ein weiteres häufiges Symptom ist ein unangenehmer, mitunter sogar „fauliger“ Geruch aus der Nase. Dieser entsteht durch Wundsekret, Blutreste oder Verkrustungen, die sich im Rahmen der Heilung bilden. In der ersten Woche nach der Operation ist das normal – die Gerüche lassen sich meist durch regelmäßige Spülungen mit isotonischer Kochsalzlösung deutlich reduzieren. Problematisch wird es erst, wenn der schlechte Geruch anhält oder von gelblichem Sekret, Druckgefühl oder Fieber begleitet wird. Dann besteht der Verdacht auf eine Infektion oder – sehr selten – eine sogenannte Ozaena. Diese chronisch atrophische Rhinitis betrifft laut Studien weniger als 0,1 % der Patient:innen nach Nasenoperationen .

 

Insgesamt gilt: Temporäre Störungen beim Geruchssinn nach Nasen OP sind häufig und meist harmlos. Sollten sie sich jedoch verschlechtern oder länger als vier Wochen bestehen, empfiehlt sich eine HNO-ärztliche Kontrolle.

Warum schmeckt Essen nach einer Nasen-OP anders?

 

Wenn Essen nach einer Nasenoperation plötzlich fade schmeckt, bedeutet das nicht automatisch, dass der eigentliche Geschmackssinn beeinträchtigt ist.

Beim Essen wirken mehrere Sinneseindrücke zusammen. Die Zunge erkennt grundlegende Geschmacksqualitäten wie süß, sauer, salzig, bitter und umami. Ein großer Teil dessen, was wir im Alltag als das „Aroma“ eines Lebensmittels wahrnehmen, entsteht dagegen über den Geruchssinn.

Während des Kauens gelangen flüchtige Aromastoffe aus dem Mund über den Rachen in die Nase und von dort zur Riechschleimhaut. Dieser Vorgang wird als retronasales Riechen bezeichnet.

Ist dieser Weg nach einer Nasenoperation aufgrund von Schwellungen, Sekret oder Verkrustungen eingeschränkt, kann beispielsweise Kaffee weiterhin bitter oder Schokolade süß schmecken, während die charakteristischen Aromen deutlich schwächer wahrgenommen werden.

Patientinnen und Patienten beschreiben dies häufig als „Geschmacksverlust“, obwohl die Geschmacksknospen der Zunge weiterhin funktionieren. In der medizinischen Diagnostik ist die Unterscheidung zwischen einer tatsächlichen Geschmacksstörung und einer Riechstörung deshalb wichtig.

Die bisherige pauschale Aussage, dass „80 % des Geschmackserlebens vom Geruch abhängen“, ist dafür nicht notwendig und sollte durch diese präzisere Erklärung ersetzt werden.

Häufigkeit und Dauer des Geruchsverlustes nach Nasen-OP

 

Der Geruchssinn ist bei einem Großteil der Patient:innen nach einer Nasen-OP vorübergehend eingeschränkt. Das bestätigen sowohl klinische Studien als auch ärztliche Erfahrungswerte. In einer Untersuchung der Universitätsklinik Freiburg berichteten über 85 % der operierten Personen in den ersten Tagen nach der Operation von Riechstörungen, die meist mit einer verstopften Nase und eingeschränkter Nasenatmung einhergingen . Dabei spielt es keine große Rolle, ob es sich um eine funktionelle Nasenseptumkorrektur oder eine ästhetische Rhinoplastik handelt – der Effekt auf die Riechleistung ist in beiden Fällen sehr ähnlich.

 

Der zeitliche Verlauf zeigt, dass sich der Geruchssinn in den meisten Fällen innerhalb von drei bis sechs Wochen nach der Operation vollständig regeneriert. Dies ist auf den Rückgang der Schleimhautschwellung, das Abheilen von Wundflächen und die Entfernung von Tamponaden oder Silikonschienen zurückzuführen. Einige Quellen geben an, dass es bei bestimmten Patient:innen mit empfindlichem Riechorgan auch bis zu zwölf Wochen dauern kann, bis der volle Geruchssinn zurückkehrt (Centre for Surgery, 2025).

 

Wichtig ist eine geduldige Nachsorge, da der Heilungsprozess individuell verläuft. Wenn nach sechs bis acht Wochen keine spürbare Verbesserung eingetreten ist, sollte eine Kontrolle durch eine HNO-Ärztin bzw. einen HNO-Arzt erfolgen, um mögliche Komplikationen auszuschließen.

 

Wie häufig ist der Geruchsverlust nach einer Nasen-OP – und wie lange dauert er?

 
 
 

Aspekt

 
 
 
 

Angabe / Erkenntnis

 
 
 
 

Quelle

 
 
 
 

Auftreten von Riechstörungen

 
 
 
 

ca. 85 % der Patient:innen berichten in den ersten 1–2 Wochen nach der OP über eine Beeinträchtigung

 
 
 
 

Leunig et al., 2020 – Universitätsklinik Freiburg

 
 
 
 

Rückkehr des Geruchssinns

 
 
 
 

80 % innerhalb von 4 Wochen, bei anderen innerhalb von 6–12 Wochen

 
 
 
 

Camcioglu, 2022

 
 
 
 

Langfristige Riechstörungen

 
 
 
 

< 1 % der Patient:innen berichten nach 6 Monaten über anhaltende Einschränkungen

 
 
 
 

Sachelarie et al., 2020 – Aesthetic Surgery Journal

 
 
 
 

Häufigkeit ernsthafter Komplikationen (z. B. Ozaena)

 
 
 
 

< 0,1 %, meist nur bei Risikopatient:innen mit Vorschädigung oder mangelnder Nachsorge

 
 
 
 

Camcioglu, 2022

 
 
 

Kann Riechtraining bei anhaltender Riechstörung helfen?

 

Bei länger bestehenden Riechstörungen kann in ausgewählten Fällen ein strukturiertes Riechtraining eingesetzt werden. Dabei werden verschiedene definierte Gerüche regelmäßig und bewusst wahrgenommen, um das olfaktorische System wiederholt zu stimulieren.

Eine systematische Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2025 wertete acht kontrollierte Studien mit insgesamt 896 Erwachsenen mit unterschiedlichen Ursachen einer Riechstörung aus. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass klassisches Riechtraining bei einem Teil der Betroffenen die Riechfunktion verbessern kann. Allerdings profitieren nicht alle Patientinnen und Patienten gleichermaßen.

Auch für Riechstörungen nach bestimmten Operationen der Nasennebenhöhlen gibt es positive Daten. In einer Studie mit Patientinnen und Patienten nach einer Operation wegen chronischer Rhinosinusitis zeigte die Gruppe mit zwölfwöchigem Riechtraining bessere Ergebnisse in standardisierten Riechtests als die Vergleichsgruppe ohne Training.

Diese Ergebnisse lassen sich jedoch nicht automatisch auf jede ästhetische oder funktionelle Nasenoperation übertragen.

Riechtraining sollte deshalb nicht unmittelbar nach jeder Nasenoperation routinemäßig begonnen werden. Zunächst muss geklärt werden, ob die eingeschränkte Wahrnehmung lediglich durch postoperative Schwellung und Verkrustung verursacht wird oder tatsächlich eine länger bestehende Riechstörung vorliegt.

Wann sollten Patienten den Arzt aufsuchen?

 

Der Geruchssinn nach Nasen OP ist in den ersten Tagen und Wochen häufig beeinträchtigt – das ist in der Regel unbedenklich. Dennoch gibt es Situationen, in denen eine ärztliche Nachkontrolle ratsam oder sogar dringend erforderlich ist. Wenn der Geruchssinn länger als sechs bis acht Wochen eingeschränkt bleibt, ohne dass sich eine Besserung zeigt, sollte die behandelnde HNO-Ärztin oder der behandelnde Facharzt konsultiert werden. Auch wenn sich der Geruch verschlechtert, anstatt sich zu verbessern, kann das ein Hinweis auf Komplikationen sein. 

 

Besonders aufmerksam sollten Patient:innen werden, wenn zusätzliche Symptome auftreten: Dazu gehören starker oder übelriechender Nasenausfluss, eitrige Sekrete, Fieber, einseitiges Druckgefühl oder Schmerzen, die nicht besser werden. Diese Beschwerden deuten auf mögliche Infektionen oder Störungen im Heilungsverlauf hin, die medikamentös behandelt werden müssen. In einigen Fällen kann ein Antibiotikum notwendig sein, in anderen reichen lokale entzündungshemmende Maßnahmen aus.

 

Bleibt der Geruchssinn nach Nasen OP auch nach mehreren Monaten deutlich eingeschränkt, sollte eine weiterführende Diagnostik erfolgen. In solchen Fällen kommen spezielle Funktionstests des Riechvermögens sowie bildgebende Verfahren wie die Nasenendoskopie oder ein CT zum Einsatz. Wenn ein dauerhaftes Problem festgestellt wird, können verschiedene Therapien helfen: Dazu zählen (z. B. Rosen-, Zitronen-, Eukalyptus- oder Nelkenöl) und bei anatomischen Ursachen gegebenenfalls eine operative Revision.

 

Studien zeigen, dass ein gezieltes Riechtraining über mindestens zwölf Wochen zu einer signifikanten Verbesserung der Riechleistung führen kann – insbesondere bei posttraumatischen oder postoperativen Riechstörungen.

 
 
 

Wichtig ist: Je früher eine mögliche Störung erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Chancen auf vollständige Erholung des Riechvermögens. Die ärztliche Nachsorge ist also ein zentraler Bestandteil für die Rückkehr des Geruchssinns nach Nasen OP.

 

Dr. Nikolaus Redtenbacher – Ihr Experte für Nasenkorrektur

 

Ein chirurgischer Eingriff an der Nase erfordert nicht nur technisches Können, sondern auch ein tiefes Verständnis für Funktion, Ästhetik und individuelle Anatomie. Dr. Nikolaus Redtenbacher vereint all diese Qualitäten in seiner Arbeit und zählt zu den renommiertesten Spezialisten für funktionelle und ästhetische Nasenchirurgie im deutschsprachigen Raum.

 

Als Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde mit Spezialisierung auf plastische und rekonstruktive Gesichtschirurgie verfügt er über eine außergewöhnliche Doppelkompetenz. Diese erlaubt es ihm, das äußere Erscheinungsbild der Nase präzise zu formen und gleichzeitig die nasale Funktion – insbesondere den Geruchssinn nach einer Nasen-OP – gezielt zu erhalten oder zu verbessern.

 

Sein Ansatz basiert auf einer ganzheitlichen Betrachtung: Vor jeder Operation nimmt sich Dr. Redtenbacher Zeit für eine ausführliche Beratung und eine präzise Funktionsdiagnostik. Mithilfe moderner bildgebender Verfahren wie der digitalen 3D-Analyse und computergestützter Atemflussmessung kann er individuell auf die jeweiligen anatomischen Voraussetzungen eingehen. Dabei achtet er stets auf das Gleichgewicht zwischen Form und Funktion, denn eine schöne Nase nützt wenig, wenn sie nicht richtig funktioniert.

 

Ob der Eingriff medizinisch notwendig ist, beispielsweise bei einer Nasenscheidewandverkrümmung oder chronischer Nasenatmungsbehinderung, oder aus ästhetischen Gründen erfolgt, spielt keine Rolle. Bei Dr. Nikolaus Redtenbacher erwartet Sie eine individuell abgestimmte Behandlung auf dem neuesten Stand der medizinischen Forschung. Das Ziel ist eine Nase, die nicht nur gut aussieht, sondern auch voll funktionstüchtig ist.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Warum stinkt meine Nase nach der OP?

Nach einer Nasenoperation ist es normal, dass Wundsekrete, Blutreste oder Verkrustungen einen unangenehmen Geruch verursachen. Solche Heilungsgerüche verschwinden meist nach ein bis zwei Wochen. Wenn jedoch Eiter, Fieber oder starker Gestank auftreten, kann eine Infektion vorliegen. In diesem Fall sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

 

 

Wann kommt der Geruchsinn nach einer nasen-OP zurück?

In den meisten Fällen kehrt der Geruchssinn nach Nasen OP innerhalb von drei bis sechs Wochen zurück – sobald Schwellungen und Tamponaden verschwunden sind. In Ausnahmefällen kann es bis zu zwölf Wochen dauern. Sollte sich nach acht Wochen keine Besserung zeigen, ist eine ärztliche Kontrolle sinnvoll.

 

 

Kann ich dauerhaft meinen Geruchsinn verlieren?

Ein dauerhafter Verlust des Geruchssinns nach einer Nasenoperation ist sehr selten. Studien zeigen, dass dies in weniger als 1 % der Fälle auftritt. In der Regel ist der Verlust vorübergehend und vollständig reversibel – vor allem, wenn die Operation fachgerecht durchgeführt wurde und keine anatomischen Komplikationen bestehen.

 

 

Ist es normal, nach der Nasenoperation nichts riechen zu können?

Ja, das ist in den ersten Tagen völlig normal. Die Schleimhäute sind geschwollen, die Nase eventuell tamponiert oder verschient, sodass Duftmoleküle nicht zur Riechschleimhaut gelangen. Sobald die Nasenatmung sich verbessert, normalisiert sich auch der Geruchssinn nach Nasen OP – meist spürbar innerhalb der ersten zwei bis vier Wochen.

 

 

Kann sich der Geschmacksinn nach einer Nasen-OP verändern?

Ja, viele Patient:innen berichten nach einer Nasenoperation über Geschmacksveränderungen. Das liegt daran, dass bis zu 80 % des Geschmackserlebens eng mit dem Geruchssinn verbunden sind. Wenn die Nasenschleimhäute durch Schwellungen oder Tamponaden blockiert sind, wirken viele Speisen zunächst fad. Die Geschmacksrezeptoren selbst sind dabei nicht geschädigt – vielmehr handelt es sich um eine retronasale Riechstörung, weil Duftstoffe nicht in ausreichendem Maß die Riechschleimhaut erreichen. Sobald die Schwellung zurückgeht und die Nasenatmung frei wird, normalisiert sich das Geschmacksempfinden meist innerhalb von zwei bis sechs Wochen. Hält die Veränderung jedoch länger an, empfiehlt sich eine HNO-ärztliche Kontrolle, um Infektionen oder andere Ursachen auszuschließen.

 
 

Bedeutet eine „Stinknase“ nach der OP automatisch Ozaena?

Nein. Der Begriff „Stinknase“ wird umgangssprachlich häufig für unterschiedliche unangenehme Gerüche aus der Nase verwendet. Die medizinische Ozaena beziehungsweise atrophische Rhinitis ist dagegen ein eigenständiges Krankheitsbild. Ein vorübergehender Geruch durch Krusten, Blut oder Wundsekret nach einer Operation ist nicht automatisch eine Ozaena.

Wie kann man feststellen, ob der Geruchssinn tatsächlich eingeschränkt ist?

Neben der HNO-ärztlichen Untersuchung kann der Geruchssinn mit standardisierten Testverfahren objektiv gemessen werden. Zu den etablierten Verfahren gehören beispielsweise die Sniffin’ Sticks und der UPSIT. Dadurch lässt sich eine verminderte Riechleistung wesentlich genauer beurteilen als ausschließlich anhand der subjektiven Wahrnehmung.

Von Dr. med. univ. Nikolaus Redtenbacher, plastischer Gesichtschirurg und Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde mit über 20 Jahren Erfahrung.