
Geruchssinn nach Nasenoperation: Was Sie wissen müssen
Geruchssinn nach Nasenoperation: Was Sie wissen müssen Vor einem chirurgischen Eingriff an der Nase machen sich viele Patientinnen und Patienten Gedanken über mögliche Veränderungen des Riechvermögens. Diese Sorge ist verständlich, denn der Geruchssinn kann nach einer Nasen-OP zunächst deutlich eingeschränkt sein. In den ersten Tagen berichten Betroffene häufig über ein vermindertes oder sogar vollständig ausgefallenes Geruchsempfinden. Tatsächlich ist dieses Phänomen in den meisten Fällen vorübergehend. Die Gründe dafür liegen meist in postoperativen Schwellungen, welche die Luftzirkulation einschränken. Auch Tamponaden oder Verkrustungen in den Nasengängen können den Zugang der Duftmoleküle zur Riechschleimhaut vorübergehend blockieren. Laut einer klinischen Untersuchung kehrt der Geruchssinn bei rund 80 % der Patienten innerhalb von vier Wochen wieder zurück . Langfristige Beeinträchtigungen sind äußerst selten. Eine Auswertung von über 1.000 Rhinoplastik-Fällen zeigt, dass weniger als ein Prozent der Patient:innen anhaltende Einschränkungen des Geruchssinns erlebten. In den meisten Fällen verbessert sich der Geruchssinn nach einer Nasen-OP sogar, wenn zuvor bestehende anatomische Engstellen, wie eine schiefe Nasenscheidewand, korrigiert wurden. Wenn Sie sich also vor einem Geruchsverlust fürchten: Ja, diese Einschränkung ist zwar häufig, aber in der Regel temporär und behandelbar. In den nächsten Abschnitten erfahren Sie, warum es zum Riechverlust kommt, wie lange er anhält und was Sie aktiv zur Genesung beitragen können. Das Wichtigste in Kürze: Nach einer Nasen-OP ist der Geruchssinn bei den meisten Patient:innen vorübergehend eingeschränkt. Ursachen sind vor allem Schwellungen, Tamponaden oder Verkrustungen, die den Luftstrom blockieren. In 80 % der Fälle kehrt das Riechvermögen innerhalb von 4 Wochen zurück, manchmal dauert es bis zu 12 Wochen. Dauerhafte Einschränkungen sind sehr selten (< 1 %). Häufig treten auch vorübergehende Geschmacksstörungen oder unangenehme Gerüche durch Wundheilung auf. Wenn der Geruchsverlust länger als 6–8 Wochen anhält oder sich verschlechtert, sollte ärztliche Kontrolle erfolgen. Mehr über Nasen OP erfahren Warum tritt der Geruchsverlust auf? Der Geruchssinn nach Nasen OP kann aus mehreren Gründen vorübergehend gestört sein – in der Regel sind es physische oder entzündliche Veränderungen im Bereich der oberen Nasenmuscheln, die das Riechvermögen einschränken. Die häufigste Ursache ist die postoperative Schwellung der Nasenschleimhäute. Nach dem Eingriff reagiert das Gewebe auf die chirurgische Belastung mit einer natürlichen Entzündungsreaktion. Dabei schwillt es an, produziert vermehrt Schleim und blockiert so die Riechspalte – also genau den Bereich, in dem Duftmoleküle normalerweise die Riechzellen erreichen. Studien zeigen, dass über 85 % der Patient:innen in den ersten ein bis zwei Wochen nach der Operation eine deutliche Einschränkung des Geruchssinns erleben. Hinzu kommt, dass nach vielen Nasenoperationen Tamponaden, Silikonschienen oder andere Stützelemente eingesetzt werden, um Blutungen zu verhindern und die Heilung zu stabilisieren. Diese Materialien blockieren jedoch temporär den Luftstrom und damit auch den Zugang der Duftstoffe zur Riechschleimhaut. Sobald diese entfernt sind – in der Regel nach fünf bis sieben Tagen – kann sich der Geruchssinn nach Nasen OP langsam erholen. In selteneren Fällen kann der Eingriff zu einer Irritation oder leichten Schädigung der Riechnerven führen. Besonders der Nervus olfactorius, der für die Wahrnehmung von Gerüchen zuständig ist, ist empfindlich. Eine dauerhafte Schädigung ist jedoch extrem selten – in der Fachliteratur wird das Risiko mit unter 0,5 % angegeben (Schriever et al., 2020). Meist handelt es sich lediglich um eine vorübergehende Reizreaktion, die sich mit der Gewebeheilung zurückbildet. Auch Infektionen oder ausgeprägte Verkrustungen im Wundbereich können zu Geruchsveränderungen führen. Diese können eine bakterielle Besiedlung begünstigen, die wiederum unangenehme Gerüche auslöst. Dabei handelt es sich nicht um den eigentlichen Geruchsverlust, sondern um eine Veränderung der Luft, die Sie wahrnehmen. Eine sogenannte Ozaena – eine chronische, übelriechende Entzündung – ist extrem selten, kann aber auftreten, wenn die Nasenschleimhäute nicht richtig regenerieren oder unsachgemäß gereinigt werden. Regelmäßige Spülungen und eine gute Nachsorge helfen, solchen Komplikationen vorzubeugen. Insgesamt gilt: Die Gründe für den eingeschränkten Geruchssinn nach Nasen OP sind meist harmlos und vorübergehend. In Kombination mit der richtigen Pflege und ärztlicher Kontrolle kann der Riechverlust in den allermeisten Fällen vollständig rückgängig gemacht werden. Mehr über Nasen OP erfahren Typische Symptome im Überblick Der Geruchssinn nach Nasen OP ist bei vielen Patient:innen in den ersten Tagen oder Wochen merklich beeinträchtigt. Dabei treten häufig zwei begleitende Symptome auf: ein scheinbarer Geschmacksverlust sowie ein unangenehmer Geruch aus der Nase. Beide Erscheinungen sind in den meisten Fällen temporär und Teil des natürlichen Heilungsverlaufs. Was viele nicht wissen: Der Geschmackssinn ist eng mit dem Geruchssinn verbunden. Bis zu 80 % des Geschmackserlebens hängen laut Deutschem Ärzteblatt vom Geruch ab (Quelle: ck12.org). Ist der Geruchssinn nach Nasen OPreduziert, schmecken viele Speisen plötzlich fade. Besonders bei komplexen Aromen wie Kaffee, Gewürzen oder Wein fällt das auf. Patient:innen berichten dann von einem vollständigen Geschmacksverlust, obwohl die Geschmacksrezeptoren selbst intakt sind. Mediziner sprechen in diesem Fall von einer retronasalen Riechstörung, bei der die Luft über den Rachenraum die Riechschleimhaut nicht richtig erreicht. Sobald die Schwellung zurückgeht und die Nasenatmung wieder frei ist, verbessert sich in der Regel auch das Geschmacksempfinden. Ein weiteres häufiges Symptom ist ein unangenehmer, mitunter sogar „fauliger“ Geruch aus der Nase. Dieser entsteht durch Wundsekret, Blutreste oder Verkrustungen, die sich im Rahmen der Heilung bilden. In der ersten Woche nach der Operation ist das normal – die Gerüche lassen sich meist durch regelmäßige Spülungen mit isotonischer Kochsalzlösung deutlich reduzieren. Problematisch wird es erst, wenn der schlechte Geruch anhält oder von gelblichem Sekret, Druckgefühl oder Fieber begleitet wird. Dann besteht der Verdacht auf eine Infektion oder – sehr selten – eine sogenannte Ozaena. Diese chronisch atrophische Rhinitis betrifft laut Studien weniger als 0,1 % der Patient:innen nach Nasenoperationen . Insgesamt gilt: Temporäre Störungen beim Geruchssinn nach Nasen OP sind häufig und meist harmlos. Sollten sie sich jedoch verschlechtern oder länger als vier Wochen bestehen, empfiehlt sich eine HNO-ärztliche Kontrolle. Mehr über Nasen OP erfahren Häufigkeit und Dauer des Geruchsverlustes nach Nasen-OP Der Geruchssinn ist bei einem Großteil der Patient:innen nach einer Nasen-OP vorübergehend eingeschränkt. Das bestätigen sowohl klinische Studien als auch ärztliche Erfahrungswerte. In einer Untersuchung der Universitätsklinik Freiburg berichteten über 85 % der operierten Personen in den ersten Tagen nach der Operation von Riechstörungen, die meist mit einer verstopften Nase und eingeschränkter Nasenatmung











